Bali – Faszinierende Insel voller Gegensätze

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Ein Paradies zum Träumen und Kopfschütteln

Bali, eine sagenumwobene Insel. Beliebt bei Surfern, Yogies und Menschen, die das spirituelle Indonesien kennenlernen wollen. Dort gibt es Massen an veganem Essen, traumhafte Strände und liebenswerte Menschen. Eine großartige Location, die einzigartige Erfahrungen ermöglicht.

Es gibt auch ein großes ABER

Bali ist auch voll mit Menschen, Verkehr und Müll. Plastikdreck findet sich quasi an jeder Ecke. Plastiktüten treiben im Meer zwischen bunten Fischen und Surfern. Tüten mit Müll liegen im Dschungel und ich muss zugeben, dass ich an fast jedem Tag unserer dreiwöchigen Reise einen Weltrekord im Kopfschütteln aufgestellt hab.

Bali ist voller Müll: Was ist da los?

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Bali hat, anders als es in Europa der Fall ist, keine funktionierende Abfallwirtschaft. Es fehlt einfach ein inselweites Entsorgungssystem. Das sorgt dafür, dass der Müll, der ja schließlich irgendwo hin muss, auf den schnellsten Wegen entsorgt wird. Aus den Augen aus dem Sinn. Und mal ganz ehrlich, selbst bei uns, wo wir Müllabfuhren und Deponien haben, sieht es oft nicht besser aus. Glaubst du nicht? Schau dir nur mal deinen Keller oder die Straßen deiner Stadt an. 

Der erste Eindruck von Bali: Schnell wieder weg!

Nach der Landung und dem ersten Tag auf Bali dachte ich erst, dass ich so schnell nicht nochmal hierher kommen muss. Klar, es ist schön – aber der erste Eindruck war wenig überzeugend! Wir waren die erste Woche in Canggu. Hier lag schon viel Müll am Strand, der Verkehr lief auch in dieser ruhigeren Ecke teils ziemlich aus dem Ruder. Kühe standen angebunden am Straßenrand und unsere Hotelnachbarn waren protzige Australier oder Südafrikaner … Klingt nach einem Traumurlaub für den man um die halbe Welt reisten will, oder? Und trotzdem hat dieses Land einen Zauber inne, den man am Besten selbst erfahren sollte.

Bali – die Insel der Gegensätze

Wenn man nach Bali reist, dann sollte man sich einer Sache bewusst sein: Bali ist generell eine Insel der Gegensätze! Viel Natur, freilebende Affen, Reisterrassen und viel Kultur! Aber es gibt gefühlt auch doppelt so viele Roller wie Einwohner, Unmengen an Touristen und dreckige Luft. Dabei ist es im Süden durchaus voller, lauter und dreckiger, als im ruhigeren Norden.

Bali - Insel der Gegensätze - It's a travel thing - Blog -Verkehr auf Bali

Diese Gegensätze machen Bali so interessant. Das gilt auch für die Religionen, die auf der Insel vertreten sind. Hier gibt es zum einen hinduistische Zeremonien, die die Straße blockieren, Haustempel en Masse und Opfergaben vor jeder Tür. Zum anderen, je nachdem wo man auf Bali steckt, hört man Muezzine, die zum Gebet rufen. Das Schöne: es gibt kaum religiös motivierte Konflikte zwischen Muslimen und Hindus. Und das obwohl der Islam auf Bali, anders als im Rest Indonesiens in der Minderheit ist. Wir haben auf jeden Fall während unseres Urlaubs von den Residents erfahren, dass das Zusammenleben mehrheitlich mehr als friedlich läuft. Von beiden Seiten selbstverständlich! Wäre doch schön, wenn es bei uns in Deutschland ähnlich laufen würde mit der Religionsfreiheit.

Die Straßenhunde Balis

Noch eine Sache, die man wohl überall auf der Welt erfahren kann, die mir, als Düsseldorfer Jong aber absolut fremd war, sind die vielen Obdachlosen Hunde auf Bali. Und auch hier ist es eine Geschichte voller Gegensätze.

Bali - Insel der Gegensätze - It's a travel thing - Blog -Straßenhund am Strand

Überall streunen die Straßenhunde durch die Gassen. Die Streuner am Strand scheinen oft glücklich, spielen mit den Touristen und lassen sich verwöhnen. Dagegen sind die Hunde im Landesinneren, zum Beispiel in Ubud, oft verletzt, sie hungern offensichtlich und sind krank. Das mitzubekommen tut im Herzen weh und gleichzeitig ist es schön zu sehen, dass manche Hunde auf der Straße und am Meer ein schönes Leben haben können.

Warum solltest du denn dann nach Bali reisen?

Und trotz des Mülls, trotz des überbordenden Verkehrs … Bali ist einfach magisch! Es gibt so viele Freiwillige, die sich voller Herzblut gegen die Umstände und für die Menschen und Tiere vor Ort einsetzen. Menschen tun sich zusammen, um Strände und Meer zu säubern, Angestellte in Supermärkten und Boutiquen sind super zuvorkommend und überall wird man freundlich begrüßt.

Während Städte wie Ubud anscheinend keinen Schlaf kennen und ständig Motorroller an einem vorbei surren, ist die Natur drumherum wirklich wunderbar und ruhig. Bei den Ausflügen zu versteckten Wasserfällen kann man sich wunderbar im Grün des Dschungels verlieren.  Wenn du dich mit einem Roller auf eine mehr oder weniger ziellose Fahrt traust, kannst du wunderschöne Orte und spektakuläre Straßen mit einem Gefälle entdecken, das wir jedenfalls bis dahin so noch nicht gesehen haben.

Bali - Insel der Gegensätze - It's a travel thing - Blog -grüne Reisterassen

Du siehst also, hier gibt es unfassbar viel, das entdeckt werden will. Ich bin mir sicher, dass wir bei unserem Besuch auch nur einen Bruchteil erlebt haben. Und wenn du von einem Beachcleanup kommst, dich mit einer frischen Kokusnuss an den Strand setzt und aufs Meer blickst, dann kann es kaum einen schöneren Ort auf der Welt geben.

Bali – im Nahrungsmittelparadies

Dazu dieses Essen. Früchte, die wir hier nur aus den Feinkostabteilungen der Supermärkte kennen und die bei uns zuhause ein halbes Vermögen kosten, sind dort heimisch und für wenig Geld zu haben.

Bali - Insel der Gegensätze - It's a travel thing - Blog - Essensparadies Bali

So haben wir zum Frühstück oft eine Fruchtplatte bekommen, eine frische Smoothiebowl genossen und uns im Supermarkt für kleines Geld selbst mit Drachenfrucht, Mangostane und Mango versorgt. So frisch und günstig wie hier Äpfel und Birnen.

Essen ist in Bali nahezu immer eine Offenbarung und versaut einen für die deutsche Restaurantszene. Selbst das kleinste Warung (indonesischer Imbiss) bietet gutes Essen mit hochwertigen Zutaten zu  günstigen Preisen.

Warum Bali? Darum!

Die Insel der Gegensätze ist eben genau wegen ihrer verschiedenenen Gesichter eine absolute Reiseempfehlung! Dank der günstigen Unterkünfte, der einfachen Reisemöglichkeiten vor Ort und der Vielseitigkeit von Restaurants, Kultur, Natur und den Menschen  findet jede/ jeder Reisende dort mit Sicherheit das, was ihn begeistert.

Außerdem ist eine Reise nach Bali nicht teuer! Wenn du Glück hast, schießt du einen günstigen Flug und kommst für weniger als 700 € mit einmal umsteigen und unter 20 Stunden nach Indonesien. Zusammen mit Unterkünften, Essen und den Reisen vor Ort kannst du mit etwa 1.200 Euro für drei Wochen rechnen.

Wenn du nicht so auf die Zeit achten musst, viel an einem Ort bleibst und dich hauptsächlich mit dem Roller fortbewegst, dann kannst du noch einmal deutlich sparen und sicher weniger als 1.000 Euro ausgeben. Also mach es nicht wie ich und warte über 30 Jahre, um dich aus Europa heraus zu trauen. Reisen muss nicht immer teuer sein. Das werde ich dir hoffentlich mit zukünftigen Beiträgen auch weiterhin beweisen können!

 

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4 Kommentare

  • Toll, ich freue mich 🙂 Ticket für Bali ist seit drei Wochen gebucht.. werde anfangs Juni zwei Wochen vor Ort verbringen. Zuerst nach Dubai über Singapur bis Bali.. bin gespannt wie ich auf dieser „Insel der Gegensätze“ zurecht komme. Hast du Empfehlungen? 🙂

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    • Das klingt sehr gut. Hast du denn vor an einem Ort zu bleiben oder willst du auf der Insel reisen? Generell ist jeder Ort anders und auf jeden Fall solltest du Ubud besuchen und in das Stadtleben dort eintauchen. Ein Tagestrip zum Beispiel nach Nusa Lembongan ist auch eine gute Idee.

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      • Eine Unterkunft hab ich bisher gebucht – Sahaja Sawah Resort – liegt ausserhalb von den meisten Dingen. Jedoch haben wir diese nur für die erste Woche.. die zweite ist noch total offen 🙂

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        • Das ist ja eher im Südwesten unten. Ich empfehle dir in Woche zwei auf jeden Fall ein paar Tage in Ubud und weiter südlich unten in Uluwatu. Die Landschaften in Ubud und die Klippen weiter unten im Süden sind einfach einmalig! Essenstechnisch ist in der ersten Woche auf jeden Fall das Shady Shack in Canggu und Nalu Bowls (gibt es in mehreren Städten) absolut zu empfehlen. In Uluwatu gibt es den Cashew Tree am Bingin Beach. Etwas versteckter, aber für uns eines der besten Restaurants auf Bali!

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