Dieses Aldi Süd Produkt ist nicht mehr vegan!

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Eine kleine Meldung, aber eine, die mir dezent auf der Seele brennt. Die ganze Welt diskutiert gerade über den Klimawandel und entdeckt vegane Produkte für sich. Der Beyond Meat Burger beschert der Herstellerfirma einen grandiosen Börsengang und selbst MC Donalds erobert Deutschland mit einem veganen Burger. Noch vor einigen Monaten undenkbar. Auch wenn da natürlich viel Greenwashing stattfindet, ist es doch ein schönes Zeichen und zeigt, dass wir Pflanzenfutter nach und nach in den Mainstream drängen. 

Bio Haferkekse von Aldi Süd mit Butter statt Palmöl

Umsomehr hat es mich überrascht, dass Aldi Süd seine Haferkekse mit Zartbitterschokolade ab sofort nicht mehr vegan anbietet. Die Bio Haferkekse mit Zartbitterschokolade werden zu den Bio Hafer-Buttercookies. Die Bio-Plätzchen aus Haferflocken gehörten für mich lange zum Standardprodukt im Einkaufswagen, wenn ich bei Aldi eingekauft habe. Zu der Zeit, als ich noch ohne Gedanken gefuttert habe, ist meinem Süßhunger gelegenlich eine ganze Packung am Stück zum Opfer gefallen. Ab sofort muss ich zur Befriedigung meines Hiepers zu einem anderen Discounter gehen.

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Meinen Unmut über diese Entdeckung, habe ich auf meinem Instagram-Profil in den Stories kund getan. Folgenden kleinen Wutausbruch konnte ich nicht für mich behalten.

Erstaunlicherweise hat das Social Media Team von Aldi Süd auf meine Meckerei reagiert und mir per Nachricht geantwortet.

Ich kann zwar deinen Unmut verstehen, jedoch haben wir bei der Rezeptumstellung durchaus was gedacht. Und zwar möchten wir bei unseren Bio-Produkten weitestgehend auf Palmöl verzichten und ersetzen dieses durch regionale Alternativen. Ich gebe deine Rückmeldung aber trotzdem an unsere Einkaufsabteilung weiter. Da wir unser veganes Sortiment aber auch weiter ausbauen, findest du bestimmt bald eine gute Alternative.

Sind Haferkekse mit Butter wirklich regional?

Auf den ersten Blick ist das sicher eine gute Begründung. Das exotische Palmöl, das schlecht für die Umwelt ist, für dessen Plantagen Regenwälder geroded werden, wird durch ein regionales Produkt ersetzt. Es spart Transportkosten, verhindert so Schadstoffe und rettet den Regenwald. Voll toll! Oder etwa nicht?

Milch, also die Ausgangsprodukt von Butter ist aber kein „Naturprodukt“. Für die Milchgewinnung werden Kühe geschwängert und nach der Geburt ihrer Kälber beraubt, damit die Muttermilch, die für die Aufzucht der Babies gedacht ist, für erwachsene Menschen genutzt werden kann, die schon lang nicht mehr die Milch ihrer Mutter benötigen. Die Kälber werden, falls männlich, gemästet und geschlachtet, falls weiblich, ebenfalls zu Milchkühen und das Spiel geht wieder von vorne los.

Die Kühe, die die Milch geben, müssen auch irgendwas fressen. Dafür wird in der Regel Soja genutzt. Anders als die Sojabohnen, die in der Regel für den Tofu genutzt wird, den auch Aldi Süd im Programm hat, kommen die Sojabohnen für Tierfutter oft aus Brasilien. Und ratet mal, was da passiert: dafür werden Regenwälder gerodet. Am Ende hat man also Nichts gewonnen.

Mehr Informationen zum Thema Milch gibt es hier bei PeTA

Dann eben bei anderen Discountern einkaufen

Zum Glück gibt es noch andere Discounter (Werbung ohne Auftrag oder sonstwas). Bei netto oder Penny zum Beispiel könnt ihr auch weiterhin die leckeren Haferkekse mit Zartbitterschokoloade genießen.

Ich bin gespannt, was Aldi Süd noch so an veganen Produkten in der Hinterhand hat. Vielleicht überlegen sich die Verantwortlichen ihre Entscheidung aber auch nochmal, wenn ihr dort anfragt und euern Wunsch nach einem nachhaltigen, veganen Sortiment artikuliert.
Aldi Süd Kontakt

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